Geschichte

Ein Unternehmen mit Geschichte. Ein Standort mit Geschichte.

Poschenrieder und Schüttentobel – zwei Begriffe die untrennbar miteinander verbunden sind.  Der kleine Weiler Schüttentobel gilt als der älteste Industriestandort des Landkreises Lindau. Bereits 1724 wurde das „ Kaiserliche und Königliche Eisenhüttenwerk“ mit einer Großschmiede, Kohlebrennerei und  Holzschleiferei errichtet. Dieses wurde 1863 stillgelegt. Einige Jahre mit wechselnden Besitzern und neuen Industrien wie einer Spinnerei, einer Weberei, eine Holzpappenfabrikation und einem Betrieb zur Herstellung von Milchpulver folgten.

1891 erwarb der aus Neuravensburg stammende Holzstofffabrikant F.S. Poschenrieder das Areal und legte damit den Grundstein für das heutige Unternehmen.  Sein Sohn Ludwig Poschenrieder baute dort 1898 ein Sägewerk auf, welches 1917 nach einem Totalbrand zusammen mit einer Holzschleiferei neu errichtet wurde. Die Holzbearbeitung war harte Arbeit. Die Rundholzanfuhr erfolge damals ausschließlich mit Pferdegespann. Die gefertigte Schnittholzware musste zum nächsten Bahnhof gefahren und dort verladen werden. Die damalige Einschnittmenge lag bei 1000 Festmeter jährlich.

Nach dem Tod des Firmengründers übernahm seine Frau Maria die Leitung des Betriebes und steuerte ihn durch die schwierigen Kriegsjahre. Ihr Sohn Walter Poschenrieder übernahm schon sehr jung Verantwortung für den Betrieb. In den Fünfzigern begann er mit der Modernisierung der gesamten Sägewerksanlage. Pferde wurden durch Hubstapler und Lastwagen ersetzt. Bei einer florierenden Bauwirtschaft wurde der Handel mit Betonschalungen begonnen. Das Werk wurde laufend erweitert. Ein schwarzer Tag in der Firmengeschichte war der 19. Juli 1982 als ein Großfeuer fast den gesamten Betrieb vernichtete. Die Firmenleitung entschied sich zum Weitermachen. Noch im selben Jahr wurde eine  neue Sägewerkshalle und Produktionsanlage fertiggestellt.

1985 trat mit dem heutigen Inhaber Klaus-Dieter Poschenrieder die dritte Generation in den Betrieb ein. Das  Unternehmen wurde seither stetig erweitert. Mit  einem Hobelwerk und der Keilzinkerei kamen neue Fertigungslinien hinzu. Im Herzstück  des Betriebes, dem  Sägewerk wurde im Jahr 2000 eine Spaner-/Kreisssägenanlage errichtet. In dem betriebseigenen Heizkraftwerk wird Biomasse genutzt und so der ökologischen Verantwortung Tribut gezollt. Mit diesen Investitionen und einer kontinuierlichen Modernisierung ist unser Unternehmen bereit für die Zukunft.

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